Die Geschichtenwerkstatt im DaZ-Unterricht

In den vergangenen Wochen haben wir uns intensiv mit der Satzstellung im Deutschen befasst (siehe Beitrag vom November 2018). In weiterer Folge sollten die Schüler mit dem Erzählen und dem Aufbau von Geschichten vertraut gemacht werden.

Die Bilder betrachten: in einem ersten Schritt bekamen die Kinder Bilder einer Bildgeschichte ungeordnet vorgelegt. Sie mussten die dargestellten Situationen betrachten und die Bilder dann in eine zeitliche und logische Reihenfolge bringen. Was geschieht auf den Bildern, was sagen die Personen auf den Bildern? Was passiert zuerst/dann/danach? Mit welchem Bild endet die Geschichte? Dabei wird von den Schülern einiges abverlangt. Sie müssen den vorhandenen Wortschatz in Strukturen und Satzzusammenhängen anwenden sowie Zeit- und Ortsangaben benutzen. Den Kindern machte das großen Spaß. Die Bilder wurden hin und her geschoben, Vermutungen geäußert und argumentiert, warum etwas genau an die Stelle gehörte und nicht an eine andere. Die Personen auf den Bildern bekamen Stimmen und jeder überlegte sich mögliche Dialoge.

Die Geschichte anhören: nun bekamen die Schüler ein Arbeitsblatt mit Bildern der gleichen Geschichte darauf. Die Kinder sollten sich die Geschichte von der CD anhören und die Bilder in der richtigen Reihenfolge nummerieren. Auf diese Weise konnten sie kontrollieren, ob ihre Annahmen richtig waren und gleichzeitig wurde ihr Hörverständnis geschult.

Eine Geschichte bildnerisch erweitern: im nächsten Schritt bat ich die Schüler darum, sich zu überlegen, was alles vor, zwischen und nach den vorgegebenen Bildern passieren könnte und dazu entsprechende Bilder zu malen. Mit großem Eifer machten sich die Kinder an die Arbeit und malten dabei gleich mehrere Bilder. Nachdem die Schüler ihre Geschichte bildnerisch erweitert hatten, präsentierten sie diese den Mitschülern und erzählten, was sich alles auf ihren Bildern zugetragen hatte.

Eine Geschichte schreiben: jetzt sollten die Kinder mit Hilfe ihrer Bilder ihre Geschichte in Worte fassen. Wichtig dabei war, dass die Kinder darauf achteten, ihrer Geschichte eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss zu geben, die Personen darin sprechen zu lassen sowie unterschiedliche Satzanfänge zu verwenden. Die Schüler arbeiteten sehr konzentriert und es dauerte nicht allzu lange und jeder war mit seiner Geschichte fertig.

Präsentation und Besprechung der Geschichte: Nachdem alle fertig waren, gab es eine erste Präsentation. Abwechselnd lasen die Kinder vor, während die anderen genau zuhörten. Im Anschluss wurde im Plenum darüber gesprochen, was der Zuhörerschaft an der jeweiligen Geschichte gefallen hatte und ob es etwas gab, das man selbst anders gemacht hätte.

Korrektur der Geschichte: Nun arbeiteten die Schüler zu zweit und korrigierten gemeinsam ihre Geschichten. Auch hier wurde wieder viel gesprochen, nachgefragt und geklärt. Im Anschluss an die Stunde nahm ich die Geschichten mit nach Hause und schrieb sie am Computer.

Das Ende der Geschichte: Zu guter Letzt suchten sich Schüler in der nächsten Stunde ein Blatt in ihrer Lieblingsfarbe aus und schrieben die Endfassung ihre Geschichte darauf. Abschluss bildete ein Rollenspiel, bei dem die Kinder ihre eigene Geschichte mit Hilfe von Requisiten nachspielen durften, was sogleich mit Feuereifer umgesetzt wurde!

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AdmirorGallery 4.5.0, author/s Vasiljevski & Kekeljevic.